
Das Kinder‑Charivari feierte 2026 seine 50. Ausgabe. Unter dem Motto „Tick Tack Schabernack“ erweckte die Jubiläumsproduktion die Figur „dr glaini Charivari“ zum Leben – ein Fasnachtskostüm, in dem Waggis, Blätzlibajass, Harlekin, Dummpeter und Ueli verschmelzen. Der glai Charivari besitzt eine magische Fasnachtsuhr und kann dreimal in der Zeit reisen. Zusammen mit Anna, Baschi, Quinn und Herrn Nodelöhri erlebt er den Morgestraich, rappt sich in die Herzen des Publikums und gerät mit den strengen Alten Dante Bieder und Bünzli aneinander, freundet sich aber mit zwei rebellischen Waggis‑Grufties an. Als seine dritte Zeitreise misslingt, landet die Gruppe im Jahr 1976, dem Gründungsjahr des Kinder‑Charivari, und trifft dort auf jüngere Versionen der bekannten Figuren.
Nach der Pause begleitet der Basler Zyt‑Gaischt die Kinder mit Rätseln zurück in die Gegenwart. Die Naarebaschi‑Tambouren und die Basler Guggemuusig Jung Garde 2018 sorgen mit Aeschlemer und Bummelszenen für musikalische Höhepunkte; insgesamt stehen rund 50 Musikerinnen und Musiker auf der Bühne. Das Schlussbild vereint etwa 120 Kinder und Jugendliche – der Ruf „Blyyb verspiilt“ steht für Spielwitz und Begeisterung. Die Co‑Regisseure Lucien Jaskulski und Arthur Kimmerle sowie Musical Director Eric Robertson fügen Schauspiel, Musik und Tanz zu einem kurzweiligen Programm zusammen. Auch die technische Umsetzung ist innovativ: Video‑Designer Calvin Lubowski projizierte per Unreal Engine 5 einen 3‑D‑Modell des Basler Münsters auf bewegliche Kuben, sodass die Projektion nahtlos in die Bühne überging. Die Kostüme von Claudia Pümpin und Ursi Brandenberger kombinieren traditionelle Fasnachtsfiguren zu einem einzigartigen „Goschdym“.
Die Premiere am 31. Januar fand vor ausverkauftem Saal statt, und auch die weiteren sechs Vorstellungen auf der kleinen Bühne des Theater Basel (31. Januar–8. Februar) waren in Kürze restlos verkauft. Begleitend zur Bühnenproduktion erschien ein Kinderbuch von Brigitte Voltz‑Aerni mit Illustrationen von Martin Studer, ein Liederalbum von Roman Huber und Jonas Göttin sowie ein Hörbuch; diese Jubiläumsbeigaben sind im Buchhandel oder via QR‑Code auf der Website erhältlich.
Medienstimmen
- fasnacht.ch – Die Plattform bezeichnet das Jubiläumsstück als „würdig und kurzweilig“. Sie schildert, wie der glai Charivari mit seiner Zauberuhr am Morgestraich rappt, mit strengen Figuren aneinandergerät und durch eine fehlgeleitete Zeitreise in das Jahr 1976 gelangt. Nach der Pause helfen der Basler Zyt‑Gaischt und musikalische Highlights der Naarebaschi‑Tambouren, und zum Schluss stehen 120 Kinder auf der Bühne. Die Rezensentin lobt das Regieteam, die Videoprojektionen und die bunten Kostüme und betont, dass alle sieben Vorstellungen ausverkauft sind.
- Baseljetzt – In seiner Vorschau zur 50. Ausgabe stellt das Onlineportal die neue Fasnachtsfigur „dr glaini Charivari“ vor – einen sympathischen Mix aus Waggis, Blätzlibajass, Harlekin, Dummpeter und Ueli, der mit Humor die Herzen erobern soll. Baseljetzt weist darauf hin, dass die Premiere von einer neuen Kinderbuch‑Geschichte begleitet wird und dass Roman Huber und Jonas Göttin beschwingte Lieder sowie ein Hörbuch beisteuern. Der Vorverkauf startet am 12. Dezember 2025; die Jubiläumsaufführung findet vom 31. Januar bis 8. Februar 2026 im Theater Basel statt.
- Veranstaltungs‑Kalender – Der Basler Veranstaltungskalender verweist darauf, dass die Jubiläumsproduktion „Dr glaini Charivari: Tick Tack Schabernack!“ zwei unabhängige Geschichten rund um die neue Fasnachtsfigur vereint. Er erwähnt das Kinderbuch, die farbenfrohen Illustrationen von Martin Studer und das begleitende Liederalbum, das via QR‑Code abrufbar ist. Zudem hebt der Kalender hervor, dass Tickets für das 50. Kinder‑Charivari ausschliesslich über den Ticketshop des Theater Basel erhältlich sind, nennt die Ensemble‑Besetzung und würdigt das Produktionsteam.
- Video‑Design (Calvin Lubowski) – Auf seinem Projektblog erläutert der Videokünstler, dass er für das Kinder‑Charivari 2026 ein Videokonzept in Unreal Engine 5 entwickelt hat. Dank eines detaillierten 3‑D‑Modells des Basler Münsters konnten die Projektionen den Münsterplatz realistisch abbilden und sich fliessend mit den Bühnenbauten verbinden. Diese digitale Bühne trug wesentlich zur magischen Atmosphäre des Jubiläums bei.
- Basler Zeitung –Die BaZ berichtet von der ausverkauften Premiere und lobt die neue Fasnachtsfigur Glaini Charivari, die keine ungeschriebenen Fasnachtsregeln einhält und als „frech, ungebunden und verspiilt“ beschrieben wird